
Schwertknecht, Companie-Feldscher und Folterknecht Maximilian Ulrich Kurpfuscher von Lippitzbach, genannt "Orkze"
(jaja ... das heilt schon von alleine!;
... hm?)
Maximilian Ulrich Kurpfuscher kommt aus einer reichen Familie, die ihre Existenz im schönen Lippitzbach aufgebaut hatte. Als Sohn eines Medici wuchs er mit den schönen und schaurigen Seiten dieses Handwerkes auf. Sein Vater setzte alles daran, aus Maximilian einen würdigen Nachfolger zu machen. Jedoch wollte dieser nicht so recht. Er brachte seinen Vater, der ihm nichts abschlagen konnte, dazu, ihn zu seinem Oheim, der in einer großen Stadt wohnte, zu schicken. Maximilian erhoffte sich dort seine wahre Bestimmung zu finden und sein Fernweh abzulegen. Der Tag des Aufbruches nahte. Sein Vater gab ihn eine prall gefüllte Geldkatze – den Kurpfuschern mangelte es nie an Geld (vorsicht Anspielung) – und eine Botschaft für seinen Oheim. Von seiner Mutter bekam er ein Bündel mit heimischer Kost, damit er auf seiner langen Reise ja nicht vom Hunger geplagt werde. Lang war der Abschied, doch dann schnalzte die Peitsche des Fuhrmannes und die Kutsche setzte sich in Bewegung.

Maximilian sah auf der Reise viel Neues. Zu seinem Bedauern musste er feststellen, dass seine Mutter ihm sogenannte "Käs`nudel" als Proviant mitgab, eine "Spezialität" aus der Umgebung, die Maxi damals und vielen Leuten (besonders deutschen Touristen) heutzutage nicht mundet. Dann, am vierten Tage der Reise, war es soweit. In der Ferne sah man schon die zahlreichen Gebäude als dunkle Schatten am Horizont, majestätisch ragten die Kirchtürme empor. Bald darauf stand Maximilian seinem Oheim gegenüber. Dieser entpuppte sich als alter Kriegsveteran, mit Narben übersäht, angesehen und reich an Erinnerungen. Maximilian lauschte gerne seinen Geschichten. Er konnte sogar seinen Oheim überzeugen, ihm das Feldlager der Söldner zu zeigen. Dort begegnete Maximilian auch dem Hauptmann Ulrich von Grafenecker, der mit den Soldknechten Compania Carantania für den Kaiser die Verteidigung des Herzogtums Kärnten gegen die türkischen Mordbrenner organisierte. Am nächsten Morgen verbreitete sich die Schreckensnachricht wie ein Fegefeuer. Der Krieg war ins Land gezogen – die Türken hatten Maximilians Heimatdorf geplündert und gebrandschatzt. Seine Eltern? Tot! Niedergemetzelt wie der größte Teil der Bevölkerung Lippitzbachs. Maximilian überkam eine Wut ... er wollte sich rächen. Plötzlich fiel ihm wieder der Hauptmann der Soldknechte ein. In seiner Compania würde er sicher die Möglichkeit erhalten Rache zu üben.
Im Privatleben arbeite ich bei Piranha Bytes als Grafiker.



