Schwertknecht Sigmund Lengdorfer

„Die Nerven des Krieges, unendlich viel Geld.“

"Immer nur Arbeit, niemals Minne!"
Neuzeitlicher Name: Hans Peter Strassl
Rang: Schwertknecht (Knechte)
Kontakt: Email
Waffen: langes Schwert, Dolch, ein lexikonartiges Wissen
Lieblingsbeschäftigung: fechten,zeichnen, lesen, dichten und dabei musik hören, taktiken und strategien virtuell erproben, gute dsa abende, und sicher noch was aber das eingabefeld neigt sich dem ende zu :)

„Die Nerven des Krieges, unendlich viel Geld.“ Von diesem Spruch eines gelehrten Mannes, der einst in unser Dorf kam, als ich ein Kind war, wird mein Leben nun bestimmt. Doch gewiss sollte ich am Beginn anfangen. Man taufte mich auf den Namen Sigmund, damals in der Kirche von Saak. Als Sohn eines Nagelschmieds schien die Zukunft für mich vorbestimmt zu sein. Das Handwerk des Vaters lernen und dann selber arbeiten, am besten noch in seiner Schmiede. Wir leben zwar in Kärnten, doch weiß ich dass der Großvater aus Lengdorf war, aus der Steiermark. Ja, wie man es sich denken kann, hat man als Lehrbursch nicht immer Freud' mit dem Handwerk vom Herrn Vater, so war es auch bei mir. Was mir immer viel mehr gefiel waren die ganzen Leut' die für unsere hohen Herren ins Felde zogen, besonders die Soldknechte hatten's mir angetan, als sie mal durch unsern Ort kamen. Raue Gesellen aber was die alles an Waffen hatten, in der Schmiede da hat mich der Vater ordentlich verdroschen wo ich mir mal ein Messer machen wollt', keine Ahnung hat der von der Welt. Für ihn gibt’s immer nur seine Schmiede und die Nägel. Soll er doch versauern in unserm Haus, dachte ich mir damals als ich verschwand. Ich wusste ja nicht wo ich hin muss, um ein mercenario, so sagen die gescheiten Leut' nämlich zu den Soldknechten, zu werden. Hatte ja auch nicht viel übrig vom Schuften, kaum dass ich was essen konnte. Gestohlen hab ich nur ein paar Äpfel und selbst von denen wurde ich nicht satt, rennen musst' ich da, damit mich der Bauer nicht kriegt. Irgendwann hab' ich sie dann gefunden im fernen Clagenfurth, wo sie bei uns immer sagen, dass die alle komisch seien in der Stadt. Was da manche angeht, hatten sie wohl Recht, nicht aber bei den berühmten Soldknechten. So viel' Zelte standen da, und überall reges Treiben, haben mich natürlich gleich erwischt, war ja schon ziemlich abgerissen von der Reise, dreckig auch. Was sollten sie da gutes von mir denken? Hab' natürlich am Anfang kaum einen vernünftigen Satz herausgebracht, war ja aufgeregt, wer wär's denn nicht? Plapperte dann doch los, dass ich geübt hätte mit Stöcken im Wald, zu kämpfen wie sie. Wäre mir auch nicht zu schade zu arbeiten, komm' von einem Nagelschmied, kann Sachen tragen und ihnen helfen, hab' ich gleich gesagt. Der Hauptmann schien äußerst skeptisch zu sein als er mich Kerl sah, doch hat er wohl gesehen, dass ich es ehrlich meine und nicht gelogen hab'. Schließlich sollte ich meine Chance bekommen und hatte gleich begonnen den Mannen zu helfen ihr Lager abzubauen und Sachen zu tragen, um dann am Abend einer ungewissen Zukunft entgegen zu sehen. „Kannst du des tragen ... würdest du des dorthin bringen ...“ „jo,jo!“

Im Privatleben heiße ich Hans Peter und studiere in Graz Geschichte und Archäologie und bin bei Indes Graz eifriger Schüler der historischen europäischen Kampfkunst seit dem Oktober 2011. Ich wurde auch in der heutigen Zeit in Saak getauft und wuchs in Nötsch im Gailtal auf und bin tatsächlich halber Steirer, habe zwar wirklich nie eine Lehre gemacht, mein Vater war jedoch kein Nagelschmied :)